<p>Marktdaten</p><p>und Nachrichten über den E10-Verbrauch, Bioethanolverbrauch, Bioethanolverwendung, Rohstoffeinsatz und Bioethanolproduktion bzw. der Produktion von Biokraftstoff, auch Biosprit E10 genannt Bioethanol Marktdaten bioethanol marktdaten</p><p>Bioethanol Marktdaten: Bioethanolverbrauch, Bioethanolverwendung, Bioethanol-Rohstoffeinsatz, Bioethanolproduktion, Biosprit E10,</p><p> </p><p> </p><p>Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDB<sup>e</sup>) konnte im Jahr 2016 die positive Nachricht verbreiten</p>

Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft e.V.
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Marktdaten Deutschland

Überblick

Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) zieht trotz der andauernden Corona-Krise eine positive Bilanz für das Jahr 2020. Im zurückliegenden Jahr ist der Absatz von Bioethanol zur Beimischung in Benzin in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um rund 4 Prozent auf knapp 1,1 Millionen Tonnen zwar leicht gesunken. Allerdings verringerte sich der Benzinabsatz mit einem Minus von etwa 10 Prozent noch stärker, was vor allem mit den Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Frühjahr und Herbst 2020 zusammenhängt. Somit erhöhte sich die Beimischung von Bioethanol zu den Benzinsorten Super E10, Super Plus und Super (E5) von 6,0 Vol.-Prozent im Jahr 2019 auf 6,4 Vol.-Prozent im zurückliegenden Jahr. Der Marktanteil von Super E10 stieg von 13,7 Prozent im Jahr 2019 auf 14,0 Prozent im Jahr 2020. Deutlich ausgeweitet wurde im vergangenen Jahr auch die heimische Bioethanolherstellung.

Bioethanolproduktion 2020

Die in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Bay-ern gelegenen Bioethanolanlagen steigerten die Herstellung von Bioethanol deutlich. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 700.000 Tonnen Bioethanol erzeugt. Gegenüber dem Jahr 2019 ist dies ein Anstieg von 7,1 Prozent.

Dabei stammten etwa 590.000 Tonnen (85 Prozent) der Produktion aus Futtergetreide und fast 108.000 Tonnen (rund 15 Prozent) aus Zuckerrübenstoffen. Hinzu kommt ein niedriger, von der Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) erneut nicht genau quantifizierter Anteil von Bioethanol, der aus Rest- und Abfallstoffen produziert wurde.

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Die Bioethanolmenge von rund 108.000 Tonnen aus Zuckerrübenstoffen bzw. Melasse (+18,9 Prozent gegenüber 2019) entspricht einem Rohstoff-einsatz von 1,13 Millionen Tonnen Zuckerrüben. Damit wurden im vergangenen Jahr 23,9 Prozent (ca. 217.000 Tonnen) Zuckerrüben mehr zu Bioethanol verarbeitet als noch im Jahr 2019. Die verarbeitete Menge entspricht fast 4,5 Prozent der deutschen Rübenernte.

Aus Futtergetreide wurden im vergangenen Jahr rund 590.000 Tonnen Bioethanol hergestellt (+5,2 Prozent gegenüber 2019). Dafür wurden rund 2,5 Millionen Tonnen Futtergetreide als Rohstoff eingesetzt. Dies entspricht 5,8 Prozent der deutschen Getreideernte von fast 43,2 Millionen Tonnen im Jahr 2020.

Zusätzlich zu Bioethanol lieferten die übrigen pflanzlichen Bestandteile der verarbeiteten Rohstoffe Proteine, Ballaststoffe, Mineralien und Vitamine, die zu hochwertigen Koppelprodukten verarbeitet wurden: Eiweißfuttermittel aus Getreide, Kraftfutter aus Zuckerrüben und weitere Erzeugnisse für die Lebens- und Futtermittelindustrie, Gluten für Aquakultur sowie biogene Kohlensäure für Getränke.

Im Jahr 2020 stieg die von Produzenten, Händlern und Einführern abgegebene Menge Bioethanol deutlich um 22 Prozent auf rund 920.000 Tonnen im Vergleich zu 2019 (754.000 Tonnen). Die starke Zunahme ist vor allem auf die um über 27 Prozent gestiegene Abgabe von Bioethanol für Kraft-stoffzwecke zurückzuführen (2020: 691.000 Tonnen). Auch die abgegebene Menge von Bioethanol mit Bestimmung für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie (+9,4 Prozent) sowie die chemische und pharmazeutische Industrie (+5,1 Prozent) nahm im Vergleich zum Jahr 2019 zu.

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Bioethanolverbrauch 2020 im Kraftstoffmarkt

In einem 2020 pandemiebedingt stark rückläufigen Ottokraftstoffmarkt, in dem mit 16,2 Millionen Tonnen fast 10 Prozent weniger Benzin abgesetzt wurde als im Vorjahr (2019: knapp 18 Millionen Tonnen), verringerte sich auch der absolute Verbrauch von Bioethanol, das den Benzinsorten Super E10, Super Plus und Super (E5) beigemischt bzw. zur Herstellung von Ethyltertiärbutylether (ETBE) verwendet wurde, um 4 Prozent auf knapp 1,10 Millionen Tonnen (2019: 1,14 Millionen Tonnen). Zur ETBE-Erzeugung wurden über 125.000 Tonnen Bioethanol und damit 42,8 Prozent mehr als im Jahr 2019 (88.000 Tonnen) eingesetzt.

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Da der Benzinabsatz insgesamt um fast 10 Prozent von rund 18,0 Millionen Tonnen auf 16,2 Millionen Tonnen sank, stieg der Bioethanolanteil im Benzinmarkt auf 6,4 Vol.-Prozent an (2019: 6,0 Vol.-Prozent). Dies ist der höchste Anteil in den vergangenen fünf Jahren.

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Der Marktanteil der Benzinsorte Super E10 am Benzinabsatz erhöhte sich auf 14,0 Prozent (2019: 13,7 Prozent). Die absolute Absatzmenge betrug hier 2,27 Millionen Tonnen. Im Vorjahr waren es 2,46 Millionen Tonnen. Super (E5) erreichte mit 13,1 Millionen Tonnen in 2020 einen Marktanteil von 80,6 Prozent. Im Vorjahr entsprachen die abgesetzten 14,7 Millionen Tonnen Super (E5) einem Marktanteil von 81,7 Prozent. Der Marktanteil von Super Plus, dem ebenfalls bis zu 5 Prozent Bioethanol beigemischt wird, lag 2020 mit 5,4 Prozent über dem Vorjahresniveau (2019: 4,6 Prozent Marktanteil). Mit fast 878.000 Tonnen wurde im Vergleich zum Vorjahr 5,4 Prozent mehr Super Plus getankt (2019: 833.000 Tonnen).

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Ausblick 2021

Der positive Aufwärtstrend beim Absatz von Super E10 hat sich im Laufe des Dezembers 2020 noch beschleunigt: Der Marktanteil von Super E10 betrug im letzten Monat des Jahres fast 18 Prozent. Super E10 ist mittlerweile in 14 Mitgliedsstaaten der EU verfügbar, Österreich und das zum Jahreswechsel aus der EU ausgeschiedene Großbritannien planen die Markteinführung noch für das laufende Jahr. Zwischenzeitlich ist der Preisabstand zwischen Super E10 und Super (E5) an der Tankstelle auf 6 Cent/Liter angestiegen, so dass Verbraucher für klimafreundliches Benzin deutlich weniger zahlen.

Die im vergangenen Jahr von 4 auf 6 Prozent gestiegenen Treibhausgasminderungsvorgaben für die Mineralölwirtschaft sollen in den kommenden Jahren weiter erhöht werden. Das entsprechende Gesetz zur Weiterent-wicklung der Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Quote) befindet sich zurzeit in den parlamentarischen Beratungen. Geplant ist unter anderem, die THG-Quote von sechs auf 22 Prozent im Jahr 2030 anzuheben. Diese Anhebung wird dazu führen, dass der Anteil nachhaltiger Biokraftstoffe im Verkehr mittelfristig weiter ansteigt.


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